Stromanbieter trotz Schufa

Strom bei negativer Schufa – Das wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Wechsel des Stromanbieters auch bei schlechter Bonität möglich.
  • Strom wird auch bei negativer Schufa geliefert.
  • Die besten Chancen für den Wehchsel bei Tarifen mit Vorauskasse oder Kaution.
  • Preisvergleich durchführen und den Tarifwechsel einfach probieren.
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Auch Stiftung Warentest sagt (Zitat): “Am besten lässt sich ein neuer Energieversorger mit Hilfe von Vergleichs­portalen im Internet … finden.”

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Was ist eine Schufa-Auskunft?

Die meisten Unternehmen prüfen vor einem Vertragsabschluss die Bonität ihrer Kunden. Bei längerfristigen Verträgen wie einem Stromvertrag erfolgt diese Prüfung ausnahmslos. Dafür greifen die Firmen auf Wirtschaftsauskunfteien zurück, welche die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern anhand zahlreicher gesammelter Daten einschätzen. Die bekannteste Auskunftei ist die seit 1927 existierende Schufa mit Hauptsitz in Wiesbaden, welche aktuell von mehr als 67 Millionen Verbrauchern nahezu eine Milliarde Einzeldaten speichert.

Diese Daten erhält die Schufa auf zwei Wegen:

  1. 9.000 Vertragspartner wie Stromanbieter, Banken und Onlineshops informieren die Schufa unter anderem über verspätete Zahlungen
  2. Die Schufa greift auf öffentlich einsehbare Daten zurück, sie nutzt vor allem das öffentliche Schuldnerverzeichnis

Alle diese Daten lässt sie in ihre Bonitätseinschätzung einfließen, die Vertragspartner können die aktuelle Schufa-Auskunft jederzeit abrufen.

Welche Daten prüft die Schufa?

Die Datengrundlage der Schufa lässt sich in drei Kategorien unterteilen:

  1. personenbezogene Stammdaten wie Adresse und Geburtsdatum
  2. finanzielle Aktivitäten wie Kreditabschlüsse, Eröffnung von Girokonten und Vereinbarung von Handyverträgen
  3. abweichendes Zahlungsverhalten

Dem dritten Punkt kommt die größte Bedeutung zu, bei Zahlungsversäumnissen verschlechtert sich Ihre Kreditwürdigkeit erheblich. Diese Einträge erfolgen nicht willkürlich, sondern nach allgemeingültigen Voraussetzungen. Die Schufa darf eine Zahlungsverspätung erst abspeichern, wenn ein Unternehmen mindestens zwei Mahnungen versandt hat und ab der ersten Mahnung mindestens vier Wochen ohne Zahlungseingang vergangen sind.

Beachten Sie, dass Zahlungsverfehlungen Ihre Bonität unterschiedlich stark beeinflussen. Es hängt von dem Ausmaß ab. Juristische Schritte wiegen besonders schwer. Zu nennen sind:

  • Zwangsvollstreckungsbescheid
  • Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung
  • Haftbefehl zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung
  • Eröffnung eines Privatinsolvenzverfahren

Diese Daten speichert die Schufa für festgelegte Zeiträume. So entfernt die Auskunftei die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung drei Jahren später aus der Datei.

Was gibt die Schufa über mich preis?

Die Schufa liefert Ihren Kunden die Bonitätseinschätzung in zweigeteilter Form. Im ersten Teil listet sie Stammdaten, finanzielle Aktivitäten und Zahlungsverfehlungen. Im zweiten Teil präsentiert sie einen Basis-Score und branchenspezifische Schufa-Scores. Diese Score-Werte geben auf einer Skala von 0 bis 100 die Wahrscheinlichkeit an, mit denen Sie eine Forderung begleichen. Bei einem Score-Wert von 80 nimmt die Schufa an, dass Sie die Zahlung mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % leisten. Die Branchen-Scores weichen vom Basis-Score ab: Damit berücksichtigt die Auskunftei unterschiedliche Anforderungen verschiedener Branchen an Ihre Kreditwürdigkeit.

Die Bonitätsabfrage erfolgt online innerhalb von Sekunden

Bei allen Online-Geschäften gleichen Unternehmen die Daten von Verbrauchern automatisiert mit der Schufa-Datei ab. Stellen Sie bei einem Stromanbieter einen Versorgungsantrag, prüft er sofort anhand Ihres Namens und Ihrer Anschrift Ihre Schufa-Datei. Das geht für Sie mit einem gewichtigen Vorteil einher: Sie wissen innerhalb von Sekunden, ob Ihre Kreditwürdigkeit die Voraussetzungen des Dienstleisters erfüllt. Bei einer Absage verlieren Sie keine Zeit, Sie können sich rasch nach einer Alternative umsehen.

Welche Auskunfteien gibt es noch?

Die Schufa ist in Deutschland der Marktführer auf dem Gebiet der Wirtschaftsauskunfteien. Es engagieren sich aber noch weitere Unternehmen auf diesem Feld. Die wichtigsten Auskunfteien neben der Schufa sind:

  • Crif Bürgel: Die Firma speichert Daten von circa 56 Millionen Verbrauchern
  • Infoscore Consumer Data: Die Auskunftei deckt etwa 8 Millionen Menschen ab
  • Creditreform Boniversum: Dieser Dienstleister gibt keine Statistiken bekannt

Stromanbieter wechseln ohne Schufa-Auskunft – Ist das möglich?

Jeder Stromversorger ruft die Schufa-Datei ab, weil alle das Risiko von Zahlungsausfällen einordnen wollen. Der Unterschied besteht darin, wie sie mit der Schufa-Auskunft umgehen. Die einen Unternehmen legen liberale Maßstäbe an, die anderen agieren strikt. Häufig finden sich im Internet Hinweise auf Strom ohne Schufa-Auskunft oder ähnliches. Diese Bezeichnung trifft nicht die Wahrheit. Richtig muss es heißen: Strom trotz Schufa. Die Dienstleister prüfen grundsätzlich die Schufa-Auskunft, nehmen jedoch auch Kunden mit einer schlechten Kreditwürdigkeit an.

Wollen Sie Strom trotz Schufa beziehen, beherzigen Sie folgenden Tipp: Schränken Sie bei einer schlechten Bonität die Suche auf Stromtarife mit Vorauskasse oder Kaution ein. Bei einer negativen Schufa-Auskunft rechnen die Unternehmen mit einem hohen Zahlungsausfallrisiko. Je geringer Ihre Schufa-Score-Werte sind, desto niedriger die Chance auf einen gewöhnlichen Stromvertrag. Ihre Chancen verbessern Sie, wenn Sie Sicherheitsleistungen bieten. Einige Firmen offerieren solche Tarife, sie sichern sich entweder mit Vorauszahlungen oder mit einer Kaution ab.

Prepaid-Strom: Stromanbieter trotz Bonitätsprüfung mit Vorauskasse

Bei Prepaid-Stromverträgen bezahlen Sie ähnlich wie bei Prepaid-Handytarifen im Voraus. Am Strommarkt haben sich drei Zahlungsweisen etabliert:

  • jährlich
  • halbjährlich
  • vierteljährlich

Aus Sicht des Stromversorgers ist sein Zahlungsausfallrisiko bei einer jährlichen Vorausleistung am niedrigsten. Bei einer besonders schlechten Kreditwürdigkeit beschränkt sich Ihre Auswahl gewöhnlich auf dieses Modell. Bei einer etwas besseren Bonität dürfen Sie bei den meisten Anbietern alternativ halbjährlich oder vierteljährlich bezahlen. Die Höhe der Vorauszahlungen taxieren die Unternehmen auf der Grundlage Ihres bisherigen Jahresstromverbrauchs. Sind diese Daten zum Beispiel nach einem Umzug nicht vorhanden oder nicht aussagekräftig, schätzen sie den Stromverbrauch. Entscheidend sind die Anzahl der Bewohner und die Größe der Wohnung beziehungsweise des Eigenheims.

Dieses Verfahren unterscheidet sich von Stromverträgen mit Kaution. Diese Tarife basieren auf demselben Grundgedanken wie der Mietkaution: Sie hinterlegen eine Sicherheitsleistung, die Sie am Ende der Vertragslaufzeit erstattet bekommen. Bleiben Sie Forderungen schuldig, behält das Unternehmen die Kaution ein.

Schufa Prüfung beim Stromanbieterwechsel ist ein Muss

Wenn Sie einen Online-Antrag bei einem Stromversorger stellen, werden Sie in eine Schufa-Prüfung oder die Prüfung durch eine andere Auskunftei einwilligen müssen. Sie werden im Internet auf kein anderes Angebot treffen. Das gilt auch für Prepaid-Stromverträge und Stromtarife mit Kaution. Die Firmen beschränken ihr finanzielles Risiko mit diesen Sicherheitsleistungen zwar, eine gewisse Gefahr bleibt aber bestehen. Ein Beispiel: Ein Kunde bezahlt vierteljährlich im Voraus, in den nächsten drei Monaten verbraucht er aber übermäßig Strom und kann anschließend die offene Forderung nicht begleichen. Die Stromkosten übersteigen die Vorauszahlung. In diesem Fall reicht die Sicherheitsleistung nicht aus, deswegen setzen alle Dienstleister auf eine Schufa-Abfrage. Bei einer weit unterdurchschnittlichen Bonität wie bei einer Privatinsolvenz lehnen viele Unternehmen auch bei Vorkasse- und Kautionstarifen Kunden ab.

Stromanbieter trotz Schufa: Ein Vergleich lohnt sich

Seit der Liberalisierung des deutschen Strommarkts konkurriert eine Vielzahl an Unternehmen um Kunden. Daraus ergeben sich gravierende Preisunterschiede. Bei den besten Stromanbietern sparen Sie im Vergleich zu den teuersten Unternehmen im Jahr 50 Euro, 100 Euro oder noch mehr. Wählen Sie deshalb nicht den nächstbesten Dienstleister, der Ihnen Strom trotz Schufa liefert. Nutzen Sie ein Vergleichsportal und spüren Sie mit wenigen Angaben wie Ihrer Postleitzahl und dem Jahresstromverbrauch den günstigsten Stromtarif trotz schlechter Bonität auf. Der Aufwand ist gering, das Einsparpotenzial groß.

Tipps für einen Wechsel des Stromanbieters trotz Schufa Eintrag

Vergleichsportale beziehen sämtliche Stromtarife ein, die Sie vor Ort vereinbaren können. Sie verfügen über mehrere Optionen, um diese Auswahl einzuschränken. Für Verbraucher mit schlechter Bonität ist es wichtig, dass der Strompreisrechner ausschließlich Stromtarife mit Vorauskasse oder Kaution anzeigt. Diese Tarife listet er anschließend geordnet nach den jährlichen Kosten auf. Beachten Sie, dass sich darunter viele Tarife mit eingerechnetem Neukundenbonus im ersten Vertragsjahr befinden. Im zweiten Jahr liegen die Kosten dieser Tarife höher, lassen Sie sich nicht täuschen.

Stromtarife mit Kaution auswählen

Bevorzugen Sie einen Stromtarif mit Kaution, grenzen Sie den Strompreisvergleich auf Tarife mit diesem Zahlungsmodell ein. Wie bei allen Stromvergleichen ist der Strompreis ein wichtiges Kriterium. Bei diesen Tarifen verdient ein weiterer wichtiger Aspekt Aufmerksamkeit: Wie hoch ist die Kaution? Vor allem bei Verbrauchern mit anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten genießt dieser Punkt oberste Priorität. Das Unternehmen zahlt diesen Betrag erst bei der Beendigung des Vertrags aus, gegebenenfalls nach vielen Jahren oder Jahrzehnten. Währenddessen können Sie über dieses Geld nicht verfügen. Es gilt deshalb die Devise: je niedriger die geforderte Kaution, desto besser.

Stromtarife mit Vorkasse auswählen

Bei Stromverträgen mit Vorauszahlungen interessiert neben den üblichen Vergleichskriterien, zwischen welchen Zahlungsintervallen Sie entscheiden. Bestenfalls wählen Sie aus mindestens drei Optionen: jährlich, halbjährlich und vierteljährlich. Bei einem Antrag sollten Sie zuerst den kürzesten Zeitraum angeben. Eine vierteljährliche Vorauszahlung engt ihre finanziellen Spielräume am wenigsten ein. Besteht der gewünschte Versorger auf einer größeren Sicherheitsleistung, wird er sie darauf hinweisen und eine halbjährliche oder jährliche Zahlungsweise anbieten.

Tarifwechsel einfach probieren

Die Stromanbieter, die für Sie infrage kommen, werben nicht öffentlich mit Slogans wie Strom trotz Schufa. Sie geben auch nicht bekannt, nach welchen konkreten Kriterien sie ihre Entscheidung fällen. Das hat einen nachvollziehbaren Grund: Sie befürchten, andernfalls überproportional viele Kunden mit schlechter Bonität anzuziehen.

Entsprechend können Sie im Vorhinein nicht wissen, ob Sie mit einem Stromantrag erfolgreich sind. Mit den Tipps in diesem Beitrag erhöhen Sie Ihre Chancen deutlich. Es gibt aber keine Garantie. Sehen Sie sich mit einer Absage konfrontiert, verzagen Sie nicht. Versuchen Sie es bei einem anderen, günstigen Stromversager. Insgesamt kämpfen deutschlandweit Hunderte Unternehmen um Stromkunden, die Auswahl ist riesig.

Strom trotz Schufa Vergleich – FAQ

Erhalten Sie vom günstigsten Anbieter bei einem Strompreisvergleich eine Ablehnung, stellen Sie beim nächstbesten Unternehmen einen Online-Antrag. Die Versorger informieren Sie sofort, ob sie Sie als Kunde akzeptieren. Deshalb verlieren Sie nach einer Absage keine Zeit, wenige Minuten später können Sie bei einem Mitbewerber einen Stromtarif beantragen. Auch eine große Anzahl an Anfragen hat für Sie keinerlei negativen Folgen, sie sind kostenlos und unverbindlich.

Die Stromversorger befinden sich in einem harten Konkurrenzkampf. Viele greifen deswegen zu einem Neukundenbonus als Marketingmittel. Als Neukunde profitieren Sie von einer Prämie, meist in der Form eines Geldbetrags. Diesen Betrag empfangen Sie in der Regel als Gutschrift, er reduziert Ihre Stromrechnungen. Denken Sie daran, dass die Unternehmen diesen Bonus mit einer Mindestvertragslaufzeit von häufig zwei Jahren verbinden. Wollen Sie Ihren Stromvertrag mittel- bis langfristig behalten, fixieren Sie sich nicht auf diese Prämie. Einige Firmen mit hohen Strompreisen setzen sie bewusst als Lockmittel ein. Ein Blick auf die aktuellen Konditionen für die Bestandskunden zahlt sich aus.

Das verbreitetste Zahlungsmodell ist die monatliche Abschlagszahlung. Auf der Basis Ihres bisherigen Jahresverbrauchs errechnen die Versorger, wie viel Sie im nächsten Jahr insgesamt wahrscheinlich zahlen müssen. Diese Summe teilt er durch die zwölf Monate und zieht sie per Lastschriftverfahren ein. Alternativ überweisen Sie den monatlichen Betrag per Rechnung, das erlauben nicht alle Anbieter. Weicht Ihr geschätzter Jahresverbrauch nach oben oder unten ab, leisten Sie entweder eine Nachzahlung oder empfangen eine Rückzahlung. Die Endabrechnung sendet Ihnen Ihr Stromversorger wenige Wochen nach der jährlichen Zählerablesung zu. Ein fixer Termin dafür existiert nicht, die Ablesung erfolgt zum Beispiel mancherorts im Dezember und andernorts im April. Dieses Zahlungsmodell kommt auch bei Stromtarifen mit Kaution zum Einsatz.

Anders sieht es bei Stromverträgen mit Vorkasse aus. In diesem Fall zahlen Sie keine Abschläge, Sie leisten vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich Vorauszahlungen. Übertreffen Ihre Stromkosten die jeweilige Vorauszahlung, müssen Sie den fehlenden Betrag rasch nachzahlen. Kommt es zu einer solchen Nachzahlungsforderung, erhöhen die meisten Unternehmen für das nächste Intervall die geforderte Vorauszahlung.

Das hängt von Ihren Ansprüchen ab. Es gibt Verbraucher, die Flexibilität bevorzugen. Ergeben sich am Markt bessere Angebote, wollen sie sofort wechseln. Für diese Zielgruppe empfehlen sich Stromtarife ohne Mindestvertragslaufzeit und mit einer einmonatigen Kündigungsfrist.

Verbraucher mit schlechter Bonität gehören gewöhnlich nicht in diese Zielgruppe. Sie zeigen sich froh, wenn sie trotz ihrer geringen Kreditwürdigkeit einen preiswerten Vertrag abschließen. Die meisten präferieren Verträge mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr oder zwei Jahren. Bei diesen Verträgen profitieren Sie zudem bei zahlreichen Anbietern von einem Neukundenbonus oder Extras wie einer Preisgarantie.

 

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